Ausbildung für Gymnastikpädagogin
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Berufsbild
Bewegungs-/
GymnastikpädagogIn

Ziele der Bewegungsschulung in der Gymnastik

Bewegungsunterricht dient der Gesundheit, der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit und der allgemeinen Bewegungsfreude. Haltungsschwächen und -fehler können korrigiert und verbessert werden. Der Bewegungsunterricht ist auf die Bedürfnisse der Ausübenden ausgerichtet und für alle Altersstufen. Tanz, Sport und Rhythmik sind mit der Gymnastik verwandt - die Uebergänge sind fliessend.

Arbeitsfeld von Bewegungs-/GymnastikpädagogInnen

Teilzeitstellen gibt es bei Vereinen, Genossenschaften, Firmen, Freizeitzentren, Fitnessstudios, Internaten, in Kurorten oder an Privatschulen, seltener auch an öffentlichen Schulen.

Viele Bewegungs-/GymnastikpädagogInnen arbeiten in einem privaten Studio, selbständig oder angestellt. Die Führung eines eigenen Studios verlangt organisatorische und kaufmännische Fähigkeiten.

Die Bewegungsberufe in der Schweiz

In der Schweiz sind Bewegungs-/Gymnastik-
pädagogInnen noch keine gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen. Das bedeutet, dass es keine gesetzlich vorgeschriebenen Lehrgänge und offiziell anerkannten Schulen gibt. Für seriöse Berufsarbeit ist jedoch eine fundierte Ausbildung notwendig.

Ohne Fachkenntnisse ist es schwierig, sich im vielfältigen Angebot von Ausbildungsmöglich-
keiten zurechtzufinden. Die Unterschiede bei den Anforderungen an die Studierenden und bei der Qualität der Vermittlung im Unterricht sind gross.

Der SBTG ist in der Schweiz der älteste Fach-
verband auf dem Gebiet des Tanzes und der Gymnastik und setzt sich seit 1939 für die Belange von BewegungspädagogInnen ein. Er hat Prüfungsreglemente sowohl für Tanz- wie für Bewegungs-/GymnastikpädagogInnen ausgearbeitet, die internationalen Richtlininien entsprechen und für ein hohes berufliches Fachwissen bürgen. Er arbeitet mit den Ausbildungsschulen zusammen, deren Studierende mit dem Diplom des SBTG abschliessen.

 

Berufsbild Gymnastikpädagoge/ Gymnastikpädagogin

Ausbildung

Die Ausbildung nach SBTG-Norm dauert sechs Semester bei einer durchschnittlichen Stundenzahl von 25 Lektionen pro Woche.

Im Hauptfach lernen die Studierenden in drei Jahren ein bestimmtes Bewegungssystem umfassend kennen, indem sie es körperlich erfahren und es sich durch Uebung und Training aneignen. Diese Schulung fördert Beweglichkeit, Kraft, Koordination sowie Kondition und führt zu einem klaren Körper- und Bewegungsbewusstsein und zu tänzerischer Gestaltung.

Die Ausbildung bedingt eine intensive Auseinandersetzung mit physischen und psychischen Kräften.

Musik wird vielfältig eingesetzt in der Improvisation, in der Bewegungsgestaltung oder zur Unterstützung oder Anregung von Uebungsabläufen.

Die Studierenden lernen Bewegungszusammenhänge erkennen, sowie Fehler feststellen und korrigieren.Sie erhalten das Rüstzeug, auf vielfältige Weise selbständig unterrichten zu können.

Weiterbildung

Auf der Grundlage dieser Ausbildung können weitere Tätigkeitsbereiche erarbeitet werden: J+S Leiter, Seniorensport, Altersgymnastik, Geburtsvorbereitung und Rückbildung, Volkstanz, Moderner Tanz, Bewegungsunterricht mit Behinderten, Tanztherapie, FitnessleiterIn usw.

Eidgenössischer Fachausweis

Seit 1999 kann unter der Trägerschaft des SBTG eine Berufsprüfung als GymnastikstudioleiterIn mit eidgenössischem Fachausweis abgelegt werden. Das SBTG-Diplom als Bewegungs-/GymnastikpädagogIn wird der Prüfung angerechnet, das heisst das Prüfungsprogramm ist erheblich reduziert. Prüfungsreglemente und Wegleitungen zur Prüfung sind beim Sekretariat des SBTG erhältlich.

Berufsbild SBTG